systemische Supervision
Supervision bedeutet aus dem Lateinischen übersetzt so viel wie Über-Blick. Sie soll also eine Art Drauf-Blick bzw. eine Reflektion von professionellem Handeln in institutionellen Strukturen ermöglichen. Die systemische Supervision bezieht zu diesem Zweck nicht nur die zu supervidierende Person und deren Perspektive mit ein, sondern auch weitere Personen und/oder deren Rollen und Funktionen sowie die Organisation an sich mit ein.
Mir als Supervisorin ist es wichtig in meiner supervisorischen Arbeit nicht nur persönliche Ressourcen und Kompetenzen von meinem Gegenüber zu berücksichtigen, sondern auch die Organisationsstruktur und Unternehmenskultur miteinzubeziehen.
Ziel der systemischen Supervision ist es die Perspektiven und Denkweisen der zu supervidierenden Person zu erweitern, so dass für die Person mehr Handlungsmöglichkeiten entstehen und letztendlich auch Lösungen gefunden werden können.
Bei solch einem Prozess begleite ich allerdings nicht nur Einzelpersonen in ihrer beruflichen Entwicklung, sondern auch Teams, Gruppen oder Kollegschaften in Non-Profit- oder Profit-Organisationen. Dabei bediene ich mich aus dem systemischen Methodenkoffer. In meinem Koffer befinden sich neben sprachlichen Elementen, wie z.B. zirkuläre oder lösungs- bzw. ressourcenorientierte Fragen, auch kreative Elemente, wie die Skulpturarbeit mit Gegenständen, die Arbeit mit Seilen oder das Zeichnen auf dem FlipChart. Mein Methodenkoffer wird mit jedem Prozess, den ich begleiten darf, weiter gefüllt aber auch geschärft und unterliegt auch einer ständigen (Weiter-) Entwicklung, ganz gemäß dem systemischen Gedanken.
systemisches Coaching
Das systemische Coaching, so wie ich es durchführe, unterscheidet sich nur in wenigen Aspekten von der systemischen Supervision.
Auch hier ist der Coachingprozess eine individuelle Begleitung bei Herausforderungen und Problemen im beruflichen Kontext, allerdings von Personen in einer Führungsposition. Somit steht die Rolle als Führungskraft und die miteinhergehende Führungsverantwortung zusätzlich im Mittelpunkt.
Queer Coaching 🏳️🌈
Was ist ein „Queer Coaching🏳️🌈“? – Queer Coaching ist für mich
die Beratung in privaten Themen
oder
die Supervision bzw. das Coaching in beruflichen Themen
von Menschen, die sich als queer bezeichnen. „Queer“ im Sinne von: Personen, die nicht der heterosexuellen Geschlechternorm entsprechen (wollen).
Mein eigenes Queer-Sein hat mich in den letzten Jahren sensibel für queere Themen gemacht, v.a. im Arbeitsumfeld und ich habe mich gefragt, ob ich mich nicht intensiver in das Thema „Queer-Sein am Arbeitsplatz“ einarbeiten möchte. Während meines eigenen Positionierungsprozesses zeigte sich immer mehr, dass das zu meinem Herzensthema heranwächst. Es herrscht allgemein die Überzeugung, dass systemische Supervisoren oder Coaches mit Empathie, Neutralität und Neugierde viele Prozesse begleiten können. Ich glaube aber, dass queere Personen zusätzliche (Diskriminierungs-) Erfahrungen mit in die Beratung bringen. Ich bin der Meinung, dass ich, als queere Coachin, ganz besonders im Stande bin eine offene und wertschätzende Beratungs- und Coachingatmosphäre schaffen zu können, in der sich queere Personen wohl- und gehört fühlen können.
Queere Personen sollen bei mir die Möglichkeit bekommen:
- Innere Stärke und Zufriedenheit zu entwickeln
- Sich selbst kennenzulernen und nach außen hin authentisch verhalten zu können
- Für berufliche Fragestellungen selbst stimmige Antworten erarbeiten zu können
- Sich selbst in sicherer Umgebung reflektieren zu können
- uvm.
Ich nehme das Thema Schweigepflicht sehr ernst, alles was zwischen der beratenden Person und mir besprochen wird, „bleibt da“, auch nach Beendigung der Zusammenarbeit.